Brustvergrößerung : was ist das?
Die Brustvergrößerung dient dazu, das Volumen der Brust zu erhöhen und die Körperproportionen auszugleichen. Das Volumen kann mit einem Silikonimplantat oder mit körpereigenem Fettgewebe geschaffen werden. Die häufigsten Gründe sind Volumenverlust nach Schwangerschaft und Stillzeit, ein deutlicher Unterschied zwischen beiden Brüsten oder angeboren wenig entwickeltes Drüsengewebe. Die Wahl des Implantats erfolgt gemeinsam, abhängig von Brustkorbbreite, Basisdurchmesser der Brust, Hautqualität und dem gewünschten Erscheinungsbild.
Für wen ist der Eingriff geeignet?
- Mindestens 18 Jahre alt und abgeschlossene Brustentwicklung
- Unzufriedenheit mit geringem Volumen oder deutlicher Asymmetrie
- Volumen- und Fülleverlust nach Schwangerschaft und Stillzeit
- Keine aktive Brusterkrankung, aktuelle Vorsorgeuntersuchungen
- Bereitschaft, vor und nach der Operation auf das Rauchen zu verzichten
Wie wird operiert?
Das Implantat kann über drei Zugänge eingebracht werden: Unterbrustfalte, Brustwarzenrand oder Achselhöhle. Am häufigsten wird die Unterbrustfalte gewählt; die Narbe verbirgt sich in der natürlichen Falte.
Das Implantat wird unter das Drüsengewebe, unter den Muskel oder zwischen beide Schichten (Dual Plane) gelegt. Bei dünnem Drüsengewebe wird die Muskel- oder Dual-Plane-Lage bevorzugt, damit die Implantatränder nicht sichtbar werden.
Die Eigenfettbehandlung ist eine Alternative für alle, die eine begrenzte Vergrößerung ohne Fremdmaterial wünschen: Das per Fettabsaugung gewonnene Fett wird aufbereitet und in die Brust übertragen. Ein Teil des übertragenen Fetts wird in den ersten Monaten vom Körper abgebaut, weshalb manchmal eine zweite Sitzung nötig ist.
Heilungsverlauf
Der folgende Zeitplan zeigt einen durchschnittlichen Verlauf. Ihre persönliche Heilung hängt von Alter, Hautbeschaffenheit, Rauchverhalten und dem Umfang des Eingriffs ab.
Im Brustbereich entsteht ein Druck- und Spannungsgefühl; bei Lage unter dem Muskel ist es ausgeprägter. Der Sport-BH wird direkt nach der Operation angelegt.
Die Arme werden nicht über Schulterhöhe gehoben, nichts Schweres getragen. Nach 48 Stunden lassen die Schmerzen deutlich nach. Bürotätige kehren nach 3 – 5 Tagen zur Arbeit zurück.
Der Sport-BH wird 4 – 6 Wochen Tag und Nacht getragen. Ab der 4. Woche ist leichtes Ausdauertraining erlaubt; für Brust- und Oberkörpertraining wartet man 6 – 8 Wochen.
Das Implantat setzt sich vollständig in seiner Tasche, und die Brust senkt sich aus der anfangs hohen Position in ihre natürliche Lage. Das endgültige Erscheinungsbild entsteht in dieser Phase.
Mögliche Risiken
Jeder chirurgische Eingriff birgt Risiken. Sie zu kennen soll nicht Angst machen, sondern eine bewusste Entscheidung ermöglichen. In der Sprechstunde wird jeder Punkt einzeln besprochen.
- Blutung, Infektion, Serom (Flüssigkeitsansammlung)
- Kapselfibrose: Verhärtung des Gewebes um das Implantat
- Vorübergehende oder dauerhafte Veränderung der Empfindlichkeit von Brustwarze und Haut
- Asymmetrie, Verlagerung des Implantats oder sichtbare Ränder
- Möglicher Implantatwechsel im Laufe des Lebens
- Fettabbau und Zystenbildung bei der Eigenfettbehandlung
Diese Seite dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Untersuchung. Welches Verfahren für Sie infrage kommt, welches Ergebnis zu erwarten ist und welche Risiken bestehen, lässt sich erst nach ärztlicher Untersuchung sagen.
Häufige Fragen
Verhindert ein Silikonimplantat das Stillen?
In der Regel nicht. Bei Schnitten am Brustwarzenrand ist die Wahrscheinlichkeit einer Beeinträchtigung der Milchgänge etwas höher; wenn Sie stillen möchten, wird der Zugang entsprechend gewählt.
Wie lange hält ein Implantat?
Implantate haben kein automatisches Verfallsdatum, gelten aber auch nicht als lebenslang haltbar. Tritt im Lauf der Jahre ein Problem auf oder verändert sich das Erscheinungsbild, kann ein Wechsel nötig werden.
Erhöhen Implantate das Brustkrebsrisiko?
Die vorliegenden wissenschaftlichen Daten zeigen keine Erhöhung des Brustkrebsrisikos. Ein Implantat verändert jedoch die Technik der Mammografie; informieren Sie die Radiologie unbedingt darüber.
Eigenfett oder Implantat?
Für eine deutliche und vorhersehbare Volumenzunahme eignet sich das Implantat; für eine begrenzte, natürlichere Fülle bei ausreichendem Fettdepot die Eigenfettbehandlung. Die Entscheidung fällt in der Sprechstunde.



