Brustverkleinerung : was ist das?
Die Brustverkleinerung gehört zu den Eingriffen mit ästhetischem und zugleich funktionellem Ergebnis. Sehr große Brüste führen zu Rücken-, Nacken- und Schulterschmerzen, hinterlassen Druckfurchen der BH-Träger, begünstigen Hautreizungen und Pilzinfektionen unter der Brust und erschweren sportliche Aktivität. Bei der Operation werden überschüssiges Drüsengewebe und Haut entfernt, die Brustwarze nach oben verlagert und die Brust auf eine zum Körper passende Größe gebracht. Die Zufriedenheit gehört zu den höchsten aller ästhetischen Eingriffe, weil sich nicht nur das Aussehen, sondern auch der Alltagskomfort ändert.
Für wen ist der Eingriff geeignet?
- Rücken-, Nacken- und Schulterschmerzen durch das Brustvolumen
- Bleibende Druckfurchen der BH-Träger auf den Schultern
- Wiederkehrende Hautreizungen oder Pilzinfektionen unter der Brust
- Einschränkungen bei Sport und Kleidungswahl
- Stabiles Gewicht und Rauchverzicht
Wie wird operiert?
Am häufigsten wird das Muster des umgekehrten T verwendet: um den Warzenhof, senkrecht nach unten und waagerecht in der Unterbrustfalte. Wird weniger Gewebe entfernt, ist auch eine rein senkrechte Narbe möglich.
Die Brustwarze wird auf einem Gewebestiel nach oben verlagert, der ihre Gefäße und Nerven trägt. Dieser Stiel ist der technisch kritischste Teil des Eingriffs; von ihm hängen Durchblutung und Sensibilität der Brustwarze ab.
Nach Entfernen des überschüssigen Gewebes und Fetts wird das verbleibende Drüsengewebe neu geformt und die Haut verschlossen. Bei Bedarf wird eine begrenzte Fettabsaugung der seitlichen Bereiche ergänzt.
Heilungsverlauf
Der folgende Zeitplan zeigt einen durchschnittlichen Verlauf. Ihre persönliche Heilung hängt von Alter, Hautbeschaffenheit, Rauchverhalten und dem Umfang des Eingriffs ab.
Möglicherweise wurde eine Drainage eingelegt; sie wird meist innerhalb von 1 – 2 Tagen entfernt. Die Schmerzen sind medikamentös gut kontrollierbar. Die Entlastung von Rücken und Nacken spüren die meisten Patientinnen schon am ersten Tag.
Der Sport-BH wird durchgehend getragen. Die Arme werden nicht belastet. Leichtes Gehen ist ab dem ersten Tag empfohlen; Bewegungslosigkeit ist ungünstig.
Die Schwellung geht zurück, die Brustform wird deutlicher. Ab der 4. Woche ist leichter Sport wieder möglich. Die Narbenpflege beginnt nach vollständigem Wundverschluss.
Die endgültige Form stabilisiert sich, die Narben verblassen. Da Gewichtsschwankungen das Ergebnis unmittelbar beeinflussen, ist ein stabiles Gewicht wichtig.
Mögliche Risiken
Jeder chirurgische Eingriff birgt Risiken. Sie zu kennen soll nicht Angst machen, sondern eine bewusste Entscheidung ermöglichen. In der Sprechstunde wird jeder Punkt einzeln besprochen.
- Bleibende Narben (beim umgekehrten T deutlich sichtbar)
- Verminderte oder verlorene Sensibilität der Brustwarze
- Eingeschränkte Stillfähigkeit
- Wundheilungsstörungen, besonders am Kreuzungspunkt der Narben
- Asymmetrie, Bedarf einer zweiten Korrektur
- Blutung, Infektion, Serom
Diese Seite dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Untersuchung. Welches Verfahren für Sie infrage kommt, welches Ergebnis zu erwarten ist und welche Risiken bestehen, lässt sich erst nach ärztlicher Untersuchung sagen.
Häufige Fragen
Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?
Wenn eine bestimmte Gewebemenge entfernt werden muss und orthopädische Beschwerden dokumentiert sind, hängt es von der Beurteilung der jeweiligen Kasse ab. Dieses Thema wird in der Sprechstunde gesondert besprochen.
Kann ich danach stillen?
Da die Brustwarze mit ihrem Gewebestiel verlagert wird, ist Stillen bei vielen Patientinnen möglich; die Milchproduktion kann jedoch abnehmen.
Sind Verkleinerung und Straffung dasselbe?
Nein. Bei der Verkleinerung wird Gewebe entfernt, bei der Straffung bleibt das Volumen erhalten und wird nur neu positioniert. Eine Verkleinerung beinhaltet naturgemäß auch eine Straffung.



