J-Plasma (Renuvion) : was ist das?
J-Plasma (Renuvion) ist eine Straffungstechnologie, bei der Heliumgas durch Radiofrequenzenergie in Plasma umgewandelt und unter die Haut geleitet wird. Das Bindegewebe unter der Haut zieht sich sofort zusammen, und in den folgenden Monaten wird die Kollagenbildung angeregt. Am häufigsten wird die Methode zusammen mit der Fettabsaugung eingesetzt: Nach dem Entfernen des Fetts soll sich die verbleibende Haut besser zusammenziehen. So lässt sich bei leichter bis mittlerer Erschlaffung ein Ergebnis ohne Hautentfernung erzielen.
Für wen ist der Eingriff geeignet?
- Personen, die sich um das Zusammenziehen der Haut nach einer Fettabsaugung sorgen
- Leichte bis mittlere Hauterschlaffung (bei ausgeprägter Erschlaffung ist eine Straffung nötig)
- Erschlaffung an Oberarminnenseite, Oberschenkelinnenseite, Bauch, Kinn und Hals
- Lokale Erschlaffung nach Gewichtsabnahme
Wie wird operiert?
Der Eingriff erfolgt meist in derselben Sitzung wie die Fettabsaugung. Nach dem Absaugen wird über dieselben kleinen Zugänge eine dünne Sonde unter die Haut geführt.
Das Heliumplasma an der Sondenspitze gibt kontrollierte Wärme an das Unterhautgewebe ab. Das Gewebe zieht sich sofort zusammen; der Kollagenumbau setzt sich über 3 – 6 Monate fort.
Zusätzliche Schnitte sind nicht erforderlich; die Narben entsprechen den wenige Millimeter großen Zugängen der Fettabsaugung.
Heilungsverlauf
Der folgende Zeitplan zeigt einen durchschnittlichen Verlauf. Ihre persönliche Heilung hängt von Alter, Hautbeschaffenheit, Rauchverhalten und dem Umfang des Eingriffs ab.
Der Verlauf entspricht dem der Fettabsaugung; das Mieder wird sofort getragen. In der behandelten Zone können Wärme- und Spannungsgefühl auftreten.
Schwellung und blaue Flecken verlaufen wie nach einer Fettabsaugung. Verhärtungen in der Zone sind normal.
Die Veränderung der Hautfestigkeit zeigt sich schrittweise. Verhärtungen werden weicher, die Konturen klarer.
Der Kollagenumbau ist abgeschlossen; der volle Straffungseffekt zeigt sich in dieser Phase.
Mögliche Risiken
Jeder chirurgische Eingriff birgt Risiken. Sie zu kennen soll nicht Angst machen, sondern eine bewusste Entscheidung ermöglichen. In der Sprechstunde wird jeder Punkt einzeln besprochen.
- Thermische Hautschädigung (Tiefe und Dauer der Anwendung sind entscheidend)
- Anhaltende Schwellung und Verhärtung
- Unebenheiten der Hautoberfläche
- Vorübergehende Veränderung der Sensibilität
- Unzureichendes Ergebnis bei ausgeprägter Erschlaffung
Diese Seite dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Untersuchung. Welches Verfahren für Sie infrage kommt, welches Ergebnis zu erwarten ist und welche Risiken bestehen, lässt sich erst nach ärztlicher Untersuchung sagen.
Häufige Fragen
Ersetzt J-Plasma eine Straffungsoperation?
Nein. Bei leichter bis mittlerer Erschlaffung bringt es deutlichen Nutzen; besteht jedoch überschüssige hängende Haut, hilft nur deren operative Entfernung.
Bleiben zusätzliche Narben?
Nein. Gearbeitet wird über dieselben wenige Millimeter großen Zugänge wie bei der Fettabsaugung.
Wann sieht man das Ergebnis?
Ein erster Effekt tritt sofort ein, die eigentliche Straffung entsteht jedoch über 3 – 6 Monate durch die Kollagenbildung.



