Facelift und Gesichtsverjüngung : was ist das?
Alterung bedeutet nicht nur erschlaffte Haut: Fettpolster wandern nach unten, Volumen geht verloren, die Knochenstruktur verändert sich. Deshalb beschränkt sich ein zeitgemäßes Facelift nicht auf das Straffen der Haut. Die Muskel-Faszien-Schicht unter der Haut (SMAS) wird gesondert angehoben, und verlorenes Volumen wird bei Bedarf mit Eigenfett ersetzt. Genau das Auslassen dieser Schicht führt zu dem straffen, künstlichen Erscheinungsbild. Ein richtig durchgeführtes Facelift lässt niemanden wie eine andere Person aussehen; es gibt dem Gesicht seine ausgeruhtere Version zurück.
Für wen ist der Eingriff geeignet?
- Erschlaffte Wangen, vertiefte Falten an den Mundwinkeln
- Unschärfer werdende Kieferlinie, erschlaffter Hals mit Strängen
- In der Regel ab 40 Jahren, bei teilweise erhaltener Hautelastizität
- Nichtraucher mit geeignetem Gesundheitszustand
- Die Erwartung, „ausgeruhter auszusehen“, nicht die eigene Identität zu verändern
Wie wird operiert?
Die Schnitte beginnen in der behaarten Kopfhaut, folgen der natürlichen Falte vor dem Ohr und enden hinter dem Ohr. Bei guter Planung verbergen sich die Narben in Haaren und Ohrfalten.
Nach dem Anheben der Haut wird die SMAS-Schicht gesondert nach oben und hinten angehoben. Die Spannung liegt auf dieser Schicht und nicht auf der Haut; darin liegt der Schlüssel zum natürlichen Ergebnis.
Bei erschlafftem Hals werden über einen kleinen Schnitt unter dem Kinn die Platysma-Muskeln in der Mittellinie vereinigt (Platysmaplastik); bei Bedarf wird eine Fettabsaugung des Kinnbereichs ergänzt.
In Bereiche mit Volumenverlust (Schläfen, Wangenknochen, Unterlidregion) kann Eigenfett eingebracht werden. Ein Facelift wird häufig gemeinsam mit einer Lidstraffung geplant.
Heilungsverlauf
Der folgende Zeitplan zeigt einen durchschnittlichen Verlauf. Ihre persönliche Heilung hängt von Alter, Hautbeschaffenheit, Rauchverhalten und dem Umfang des Eingriffs ab.
Das Gesicht ist verbunden, eine Drainage kann eingelegt sein. Die Schmerzen sind geringer als erwartet; vorherrschend ist ein Spannungs- und Druckgefühl. Der Kopf wird hochgelagert.
Schwellung und blaue Flecken sind am 3. – 5. Tag am stärksten. Die Fäden werden am 7. – 10. Tag entfernt. Taubheitsgefühl im Gesicht und um die Ohren ist normal.
Die blauen Flecken verschwinden weitgehend und lassen sich mit Make-up abdecken. Nach der 3. Woche kehren die meisten in ihr soziales Leben zurück. Intensiver Sport wird bis zur 4. Woche verschoben.
Das Gewebe wird weicher, das Spannungsgefühl verschwindet, und das Ergebnis wirkt natürlich. Die Narben verblassen im ersten Jahr. Das Gefühl um die Ohren kehrt innerhalb einiger Monate zurück.
Mögliche Risiken
Jeder chirurgische Eingriff birgt Risiken. Sie zu kennen soll nicht Angst machen, sondern eine bewusste Entscheidung ermöglichen. In der Sprechstunde wird jeder Punkt einzeln besprochen.
- Hämatom (Blutansammlung), die häufigste frühe Komplikation
- Vorübergehende oder (selten) dauerhafte Schwäche des Gesichtsnervs
- Durchblutungsstörung der Haut, besonders bei Rauchern
- Schlechtere Narbenqualität als erwartet, Verschiebung des Haaransatzes
- Asymmetrie, Sensibilitätsverlust
- Veränderte Form des Ohrläppchens
Diese Seite dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Untersuchung. Welches Verfahren für Sie infrage kommt, welches Ergebnis zu erwarten ist und welche Risiken bestehen, lässt sich erst nach ärztlicher Untersuchung sagen.
Häufige Fragen
Wie lange hält das Ergebnis?
Die Operation dreht die Uhr zurück, hält sie aber nicht an. Meist spricht man von 8 – 12 Jahren; die Alterung setzt sich von diesem neuen Punkt aus fort.
Sieht das Ergebnis künstlich aus?
Wenn die Spannung auf der SMAS-Schicht und nicht auf der Haut liegt und der Volumenverlust ausgeglichen wird, entsteht kein künstliches Bild. Solche Ergebnisse stammen meist von Techniken, die nur die Haut straffen.
Ist das dasselbe wie Fäden?
Nein. Fadenlifting erzielt einen begrenzten und vorübergehenden Effekt und entfernt kein erschlafftes Gewebe. Bei deutlicher Erschlaffung ersetzt es keine Operation.
Wann kann ich wieder arbeiten?
Bei Tätigkeiten ohne Kamera oder persönliche Termine nach 2 Wochen, bei hoher öffentlicher Sichtbarkeit nach 3 Wochen.



