Das ist eine der häufigsten Verwechslungen in der Sprechstunde. Die meisten kommen mit dem Wunsch, „der Bauch soll weg“, und denken dabei an eine Fettabsaugung. Doch diese beiden Operationen lösen nicht dasselbe Problem.
Was löst die Fettabsaugung?
Die Fettabsaugung entfernt nur Fett. Ist Ihre Haut elastisch und besteht keine Erschlaffung, passt sie sich nach dem Absaugen dem neuen Volumen an, und das Ergebnis wird gut. Hat die Haut ihre Elastizität jedoch verloren, hängt sie nach dem Entleeren des Unterhautgewebes noch stärker.
Was löst die Bauchdeckenstraffung?
Die Bauchdeckenstraffung tut zweierlei: Sie entfernt erschlaffte Haut und verschließt die in der Mittellinie auseinandergewichenen Bauchmuskeln (Rektusdiastase). Dass sich der Bauch nach einer Schwangerschaft nach vorn wölbt, liegt meist nicht am Fett, sondern an dieser Diastase. Kein Training kann auseinandergewichene Muskeln wieder zusammenführen; das geht nur operativ.
Zwei einfache Selbsttests
- Hauttest: Fassen Sie die Haut unterhalb des Nabels mit den Fingern. Bleibt nicht nur Fett, sondern eine hängende Hautschicht in Ihrer Hand, wird die Fettabsaugung das nicht straffen.
- Muskeltest: Legen Sie sich auf den Rücken und heben Sie den Kopf leicht an. Zeigt sich oberhalb des Nabels in der Mittellinie eine längliche Vorwölbung, ist das ein Hinweis auf eine Muskeldiastase.
Diese Tests ersetzen keine Untersuchung, geben Ihnen aber eine Vorstellung davon, über welche Operation zu sprechen ist.
Und was nun?
Die Fettabsaugung allein genügt.
Eine Fettabsaugung in Kombination mit einer Hautstraffungstechnik wie J-Plasma kommt infrage.
Eine Bauchdeckenstraffung ist nötig. Meist wird eine Fettabsaugung der Taille ergänzt.
Keine der beiden Operationen ist eine Methode zur Gewichtsreduktion. In beiden Fällen entsteht das beste Ergebnis bei stabilem Gewicht.



